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Die verschleierte Schönheit

Hinter einem schönen Gesicht steckt immer ein Leben, eine Seele, die sich sehnt, träumt, leidet oder lacht.

Auch hinter einem weniger anmutigen Gesicht steckt ein Leben, eine Seele, die sich sehnt, träumt, leidet oder lacht.

Ich mache diese Überlegung, weil die sichtbare Schönheit, die uns manchmal in ihren Bann zieht, nur ein flüchtiger Blitz aus gefrorenem Licht sein kann, der aber ein Inneres verbirgt, das, wenn wir es wüssten, vielleicht unser ästhetisches Empfinden überschatten würde. Ein mit Groll, Grausamkeit, Egoismus oder schlichter Oberflächlichkeit aufgeladenes Inneres verändert den Eindruck, den es auf uns macht, und vielleicht erscheint es uns dann nicht mehr so schön.

Und das Gegenteil…

 Wie oft sind wir schon Menschen begegnet, die körperlich unattraktiv sind, aber als wir ihnen begegnet sind, haben wir in ihnen eine natürliche Freundlichkeit, eine Sympathie und ein inneres Licht wahrgenommen, das bald unsere Wahrnehmung ihrer körperlichen Erscheinung veränderte und sie uns schöner erschienen?

Innere Schönheit verändert unsere Wahrnehmung der äußeren Erscheinung, denn unser Schönheitsempfinden hat immer eine subjektive Komponente. Schönheit ist nicht nur die Formen, sondern auch das Licht, das durch sie ausgedrückt wird und das zu uns von der inneren Realität spricht, die es vermittelt.

Etwas davon erinnert mich an die Skulptur der verschleierten Vestalin (die Vestalinnen waren Hüterinnen des Feuers), die uns zwar nicht ihr Gesicht zeigt, aber doch eine verborgene Schönheit, eine innere „Anmut“ andeutet.

Am Fuß dieser Skulptur könnte dieser Satz stehen:

„Was wesentlich ist, ist für das Auge unsichtbar.“